Impfung Grünlandflächen
Optimierungsmaßnahme zur Erhöhung der Biodiversität der Grünlandflächen im NSG Kranenmeer
Zur Erhöhung der Biodiversität von extensiv genutzten Grünlandflächen hat die Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken eine sogenannte „Impfung“ der Grünlandflächen im Kranenmeer durchgeführt.
Diese Flächen waren seit mehreren Jahren bereits in extensiver Bewirtschaftung. Ein Großteil dieser Flächen wiesen eine sehr lückige und vor allem artenarme Grasnarbe auf.


Grünlandimpfung durch Streifeneinsaat
Bei der „Impfung von Grünlandflächen“ handelt es sich um eine Streifeneinsaat (wie man hier in der Planung auf dem Luftbild erkennen kann). Dadurch wird möglichst wenig Grünlandnarbe beschädigt, denn der Pflegeumbruch der Grünlandfläche wird nur in den vorher festgelegten Steifen durchgeführt, so bleibt auf der restlichen Fläche die Grünlandnarbe vollständig erhalten.
Um den gewünschten Erfolgt zu erzielen, ist es notwendig mind. 10% der Gesamtfläche durch eine Streifeneinsaat einzusäen bzw. „zu impfen“. Als Saatgutmischung wurde eine kräuterreiche autochthone Regio-Saatgutmischung gewählt.
Die Streifenbreite in diesem Projekt von 2,50 m ergab sich hier nach den technischen Möglichkeiten der Maschinen des Unternehmers.
Der gewünschte Effekt besteht dabei darin, dass in den Folgejahren, die so angesiedelten Arten aus den Streifen in die restliche Fläche einwandern. Die Streifen wurden möglichst über die gesamte Fläche verteilt, so dass viele Randflächen entstanden sind bzw. geschaffen wurden, um so die Ausbreitung der Arten auf der gesamten Fläche zu erleichtern.
Monitoring der Maßnahme
Zur Feststellung, ob und in welchem Maße die Maßnahme den gewünschten Effekt erzielt, wurde ein Monitoring über insgesamt 3 Jahre gestartet. Bereits vor Umsetzung der Maßnahme im Juni 2021 wurde eine Bestanderfassung, eine Vegetationsaufnahme auf den Flächen durchgeführt, im Sommer 2022 lief bereits das 1. Monitoring und das 2. Monitoring wurde im Sommer 2024 durchgeführt.
Die Bestandserfassung erfolgte auf den jeweiligen Flächen mit insgesamt 3 bis 4 Dauerquadraten, sodass bei jeder weiteren Vegetationsaufnahme die gleiche Fläche betrachtet wurde.
Die Größe eines Dauerquadrates betrug jeweils 3m x 3m (9m²) und die Lage der jeweiligen Dauerquadrate wurde so gewählt, dass diese immer auf einem der Einsaatstreifen platziert waren.
Eine letzte Vegetationsaufnahme im Zuge des Monitorings findet im Sommer 2025 statt.

