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Forum Artenvielfalt

Der Kreis Borken und die Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken setzen sich mit dem Format „Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“ für den Artenschutz ein. Dazu laden der Kreis und die Stiftung regelmäßig unterschiedliche Zielgruppen zu verschiedenen Themenstellungen ein. Ziel der Veranstaltungen ist neben der reinen Informationsvermittlung auch immer, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und bestenfalls Partner für ein gemeinsames Projekt zu finden. Hervorgegangen ist dieses Forum aus dem Runden Tisch Biodiversität, der ein Positionspapier zur Artenvielfalt verabschiedet hat.

Wiese
1. Forum: Feld- und Wegerandstreifen für den Artenschutz nutzen
Im Kreis Borken steht den Kommunen ein neues digitales Werkzeug zur Verfügung, das den Artenschutz fördern soll. Über ein internetgestütztes System können kleinere öffentliche Flächen identifiziert werden, die sich für Blühstreifen, Hecken oder Biotope eignen, aber aktuell anderweitig genutzt werden. Grundlage sind kombinierte Daten aus dem Geodatenatlas des Kreises und der Landwirtschaftskammer, die genaue Informationen über Lage und Nutzung liefern. Das System wurde im Rahmen des ersten Gesprächsforums zur Artenvielfalt und Kulturlandschaft in Velen vorgestellt, an dem rund 40 Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen teilnahmen. Laut Kreisverwaltung ist die Anwendung einfach und ermöglicht eine gezielte Planung durch die Kommunen. Dabei geht es auch um Flächen, die teils unrechtmäßig von Landwirten genutzt werden, teils aber auch freiwillig gepflegt wurden, etwa aus praktischen Gründen. Mit der digitalen Anwendung können Kommunen geeignete Flächen, die in ihrem Besitz sind, identifizieren und gezielt für den Artenschutz entwickeln.
Kräutergarten
2. Forum: Heimat braucht Vielfalt – wie Heimatvereine die Artenvielfalt fördern

Im Museum Kult in Vreden kamen Vertreterinnen und Vertreter der Heimatmuseen und Heimatvereine ebenso wie Imker, Landwirte, Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden sowie der Kommunen im Kreis Borken zusammen und tauschten sich über Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität aus. Einen fachlichen Input gab Dr. Gertrud Hein von der Natur- und Umweltakademie NRW mit ihrem Vortrag, der einen weltweiten Bogen der Verantwortung für die Vielfalt der Arten spannte. So inspiriert sammelten die Anwesenden in Workshops viele weitere Ideen, um mehr Menschen für den Artenschutz zu begeistern – von Naturführungen bis zur Verwendung alter Nutzpflanzen.

3. Forum: Arbeiten im Grünen – Gruppenfoto
3. Forum: Arbeiten im Grünen – Naturnahe Gestaltung von Gewerbeobjekten

Eingeladen wurden Interessierte aus Unternehmen, Kommunen und Politik um sich mit dem Thema, wie man Gewerbeobjekte naturnah gestalten kann, zu beschäftigen. In Fachvorträgen haben Experten Praxisbeispiele und Fördermöglichkeiten zur Umsetzung vorgestellt. Dr. Anke Valentin vom Wissenschaftsladen in Bonn berichtete über Erfahrungen aus dem Projekt „grün statt grau“ – Gewerbegebiete im Wandel“. Einen praktischen Bezug zum Thema lieferte Frau Martina Hoff vom Landschaftsarchitekturbüro Hoff in Essen. Darüber hinaus stellten die Städte Bocholt und Vreden ihre Planungen für Förderprojekte vor.

Artenschutzturm
4. Forum: Artenschutz an Gebäuden

Beim vierten digitalen Forum stand der Artenschutz an Gebäuden im Mittelpunkt. Cordula Thume vom Fachbereich Natur und Umwelt stellte den rechtlichen Rahmen des Artenschutzes vor und betonte die Bedeutung der Artenschutzprüfung insbesondere bei Bauvorhaben und Abrissen. Sie hob hervor, wie wichtig die Abgrenzung zwischen ehrenamtlicher Ersteinschätzung und fachlich fundierter Prüfung ist. Frauke Meier vom Büro echolot aus Münster zeigte in einem anschaulichen Vortrag, welche Vogel- und Fledermausarten in Gebäuden leben und wie diese auf bestimmte Strukturen angewiesen sind. Zudem präsentierte sie einfache Maßnahmen, mit denen man solche Lebensräume erhalten oder neu schaffen kann. Ziel der Veranstaltung war es, Wissen zu vermitteln und den Austausch zwischen kommunalen und naturschutzaktiven Akteuren zu fördern.

5. Forum: Natürliche Bekämpfung von Jakobskreuzkraut mit Raupen des Blutbären

Bei diesem „Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“ stand die naturschutzverträgliche Bekämpfung des giftigen Jakobskreuzkrauts im Mittelpunkt. Die Veranstaltung in Borken richtete sich an Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen und stellte den Einsatz der Raupen des Blutbären als innovative, biologische Lösung vor. Andreas Frahm, ein erfahrener Landwirt aus Schleswig-Holstein, zeigte praxisnah, wie sich die Raupen auf geeigneten Flächen ansiedeln lassen und langfristig zur Eindämmung des Krauts beitragen können – ganz ohne chemische Mittel. Die Teilnehmenden diskutierten Fragen zu Flächenauswahl, Pflege und Nachhaltigkeit der Methode. Bei einer Exkursion in zwei Naturschutzgebiete wurden betroffene Flächen besichtigt und die Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort erörtert. Bernd Garvert, Geschäftsführer der Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken betonte die Bedeutung natürlicher Lösungen, bei denen Naturschutz, Landwirtschaft und Tiergesundheit zusammengedacht werden.